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Der Team-Ansatz bei Straßenverkehrsunfällen

Der Team-Ansatz bei Verkehrsunfällen wird bereits seit über 20 Jahren praktiziert. Es geht darum, die Zeit bis zur Rettung der Unfallopfer zu verkürzen. Dazu müssen mehrere Aufgaben gleichzeitig ausgeführt und eine kontinuierliche Versorgung der Opfer sichergestellt werden.

Jedes Teammitglied übernimmt im Rettungsprozess eine bestimmte Rolle und Verantwortung. Dadurch wird sichergestellt, dass das Team effizienter arbeitet und weniger Zeit am Unfallort verbringen muss.

Der teamorientierte Ansatz wurde für Teams von 5 bis 6 Personen entwickelt. Da Rettungsdienste weltweit sehr unterschiedlich zusammengestellt sind (von nur 2 Personen in einigen Ländern bis zu 18 in anderen), müssen die Rettungskräfte die Methode an ihre eigenen Umstände anpassen, wobei die Sicherheit stets oberste Priorität hat.

Die sieben Phasen

Im Folgenden sind die sieben Phasen des teamorientierten Ansatzes mit einer kurzen Erläuterung der wichtigsten Punkte aufgeführt, die in jeder Phase zu beachten sind.

  1. Sicherheit und Einsatzort beurteilen
    Sichern Sie die Unfallstelle für Rettungskräfte und Unfallopfer. Überlegen Sie, ob Sie die Straße sperren müssen und die Brandgefahr einschätzen können. Berücksichtigen Sie auch das Risiko, das vom Verkehr oder der Witterung ausgeht.

    1b. Bewegung des Fahrzeugs berücksichtigen

    Vor der Stabilisierung kann es in einigen Fällen hilfreich sein, zu prüfen, ob sich das Fahrzeug sicher bewegen lässt. Dieser Faktor kann einen erheblichen Unterschied bei der Erstversorgung ausmachen oder die Überlebenschancen des Unfallopfers erhöhen. Dieser Schritt sollte nur durchgeführt werden, wenn dies sinnvoll (in Absprache mit dem medizinischen Personal) und sicher ist und das Wohl des Opfers oberste Priorität hat.
  2. Stabilisierung und erster Zugang
    Stabilizing the vehicle to prevent unwanted movement and creating initial access to the victim (e.g., through a door or window) for medical assessment.
  3. Umgang mit Glas
    Die Scheiben des Autos sollten sicher entfernt oder überprüft werden, um Verletzungen durch Glasscherben zu vermeiden und den Zugang zu erleichtern.
  4. Raum schaffen
    Vergrößern Sie den Arbeitsbereich um das Opfer herum, indem Sie beispielsweise Türen öffnen, Sitze verschieben und/oder Fahrzeugstrukturen entfernen.
  5. Rettungsöffnung
    Die Rettungsöffnung im Fahrzeug ermöglicht einen sicheren und direkten Zugang zum Opfer zwecks weiterer Versorgung und Vorbereitung der Befreiung.
  6. Immobilisierung und Befreiung
    Vom medizinischen Personal koordiniert, wird das Unfallopfer stabilisiert (Nacken, Rücken, Gliedmaßen) und aus dem Fahrzeug befreit.
  7. Nachbesprechung
    Nach dem Einsatz und der Befreiung/Rettung wird der Einsatz gemeinsam im Team beurteilt. Aus dieser Nachbesprechung lassen sich Erkenntnisse für künftige Maßnahmen gewinnen.
Team Approach to Road Accidents

Safety First

Sicherheit geht vor

Die Reihenfolge der Phasen bietet zwar eine Orientierung, muss jedoch je nach Gegebenheit flexibel angepasst werden. Der Zustand des Opfers und die Umstände vor Ort bestimmen letztlich, wie das Team die Schritte ausführt. Sicherheit steht immer an erster Stelle.

Ich würde gerne von Ihnen erfahren, wie Sie in einer vergleichbaren Situation vorgehen und vor welchen Herausforderungen Sie stehen.

Marinus Verweijen
Holmatro Rescue Consultant

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