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Holmatro Zylinder für Meerwind-Projekt Deutschland
23.05.2012
Die 240 Aluminium-Zylinder werden für die Installation von Meerwind, den größten Offshore-Windpark in Deutschland, eingesetzt.

Die Firma AMBAU GmbH liefert die Fundamente für die Windturbinen, die aus 2 großen Stahlrohren bestehen: einem Bodenpfahl, beziehungsweise monopile (MP), der in den Meeresboden eingerammt wird und einem transition piece (TP), das auf dem MP aufgestellt wird. Im Innern eines TP sind 3 Aluminium-Zylinder von Holmatro befestigt, jeder mit einer Kapazität von 130 Tonnen. Mithilfe der Zylinder wird das gut 300 Tonnen schwere TP abgeglichen, um einen maximalen Wirkungsgrad der Turbine zu erzielen. In voller Pracht drehen sich die Windturbinen ungefähr 60 Meter über dem Meeresspiegel.
Holmatro hat bereits hydraulische Zylinder für den Bau von Offshore-Windparks entwickelt und geliefert, zum Beispiel für Belwind in der Nordsee vor der belgischen Küste und für die britischen Projekte Walney und London Array. Diederik Bekkering, Key-Account-Manager erläutert: “Der zur Verfügung stehende Raum für das Positionieren von Zylindern in einem TP ist sehr beschränkt, da die Zylinder jedoch eine so große Hubkraft haben – der maximale Betriebsdruck ist 720 bar – kann man derartige, kleine und kompakte Zylinder benutzen und sie zusammen arbeiten lassen. Unsere Aluminium-Zylinder sind einfach zu handhaben und korrosionsbeständig, wodurch sie für Offshore-Anwendungen sehr geeignet sind.”
Meerwind wird von dem Projektentwickler WindMW in der Nordsee, ungefähr 50 Kilometer vor der deutschen Küste in 2 Phasen realisiert. Planungsgemäß muss der Windpark Ende 2013 fertig sein. Insgesamt werden dort 80 Offshore-Windturbinen mit einer Gesamtleistung von 280 Megawatt aufgestellt, ausreichend für 360.000 Haushalte. Das bedeutet für Deutschland eine erhebliche Verminderung des CO2-Austoßes.